Samstag, 28. Juni 2008

Retail in Tokyo und Yokohama

Nach dem außerordentlich beeindruckenden Besuch im Entwicklungsshowroom von
Toppan, einem der Innovationsführer der RFID-/NFC
(NearFueledCommunication)-Technologie und einem der schärfsten Konkurrenten
unseres Fürther Weltunternehmens Kurz haben wir uns den Rest des Tages dem
Retail verschrieben - Konzepte, Produkte und natürlich auch aktive Förderung
desselben.

Zunächst gings zum Prada-Flagshipstore, einem Kunstwerk von Herzog&deMeurier.
Ein komplett weißer Laden mit Superhochflorteppichboden und in die Wand
integrierte Regalierung. Sehr kool, fantastische Warenpräsentation und eine
Gebäudehülle aus Glasrhomben machen diesen Shop zu einer Ikone des modernen
High-Class-Shopping. Danach ab in den Express-Zug nach Yokohama. Vorher noch in
einen herrlich sortierten Frischfood-Shop im Bahnhof, in dem wir uns mit der
überfälligen Verpflegung versorgen und diese, entgegen den hiesigen
Benimmregeln, aufgrund des großen Hungers und straffen Programms im Zug im
Stehen verspeisen.

Die Nachbarstadt von Tokyo, No. 2 in Japan, ist beeindruckend...steril. Wir
trinken Café im Bayside-Shopping-Center und trennen uns dann; Michael, der
Scout und ich machen uns auf den Weg zum Tiara-Pet-Store und einem DIY-Store,
die anderen werden mit dem Wassertaxi zum Baseball fahren.

Der Tierladen ist eine alte Räuberhöhle mit sehr breitem Süß- und
Salzwassersortiment und wenig Hardware - diesen Weg hätten wir uns sparen
können! Der Baumarkt war dann ein Zeitsprung um 25 Jahre. Zurück !! Niedrige
Regale, teilweise noch Holzboden (!) und ein Sortiment, mit dem man bei uns
keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Die Garden-indoor-Abteilung war
das Traurigste, was ich in diesem Bereich seit langem gesehen habe. Gut waren
die Fahrräder und auch die von Josefin sehnlichst angeforderte Tapete konnte
ich erwerben (auch wenn ich sie dann im Hotel liegengelassen habe). Am Bahnhof
warteten wir dann auf die Baseballer und vertrieben uns unsere Zeit in einem
japanischen Media-Markt. Gigantische Auswahl auf 10.000 qm, ein enormer Krach
aus Hunderten von kleinen Lautsprechern und ein Pandämonium an Slotmachines
für Kinder. Etwa 500 dieser"Kaugummiautomaten" in einer Reihe, unterbrochen
von Dutzenden von brüllenden Spielekonsolen - recht viel näher zur Hölle
gehts kaum. Wir bleiben bis zum Ladenschluß um 22:00 Uhr und kaufen auch
ergiebig ein.

Direkt von Yokohama gehts durchs höchst belebte Shibuya zum Abschluß-Karaoke.
Davon später mehr!

1 Kommentar:

Johanna hat gesagt…

Soll das heißen, es gibt inzwischen auch in Japan Media Markt-Filialen oder war das nur ein Elektrodiscounter ähnlich einem Media Markt hierzulande?! Habe mich schon länger gefragt, warum die sich eigentlich bislang nur in Europa verbreitet haben, da das Geschäft sich hier ja rasant ausbreitete. Aber vielleicht habe ich da auch nur etwas verpasst und wenn ja frage ich mich wirklich, wie dort wohl die Eröffnungen ablaufen. Auch so chaotisch wie im Alexa und co.?